Rückblick

Hier finden Sie Berichte vergangener Wanderungen oder Veranstaltungen

 


 

Jahresrückblick 2019

 

Jugendwanderweg „Durch das Modautal“

OWK Nieder-Ramstadt stellt virtuellen Wanderweg vor

 

Auch im Jahr 2019 will der Odenwaldklub Nieder-Ramstadt über seine Aktivitäten berichten und dabei Vorschläge für eigenständige Wanderungen unterbreiten. Heute etwas Besonderes: Ein für die Jugend konzipierter Wanderweg ohne Wanderzeichenmarkierung! Der Weg führt durch die drei Kommunen Modautal, Mühltal und Ober-Ramstadt und wird als Jugendwanderweg „Durch das Modautal“ bezeichnet. Sowohl am Kreisjugendheim in Ernsthofen als auch an der Hohen Straße bei Frankenhausen, am Naturfreundehaus Heidenacker und am Hochwasserrückhaltebecken Ober-Ramstadt stehen rechteckige hellgrüne Info-Tafeln. Hier können alle Wanderer (nicht nur Jugendliche!) den darauf abgebildeten QR-Code auf ihr Smartphone scannen und sich die Wanderstrecke virtuell anzeigen lassen. Die Streckenführung kann auch als gpx-Datei heruntergeladen und mit Hilfe eines Navis  abgelaufen werden. Es muss nicht der gesamte Weg in voller Länge abgewandert werden, sondern es können individuelle Etappen gewählt werden. Der Beginn und das Ende  der Wanderung kann auch an anderen Punkten der Strecke begonnen bzw. beendet werden. Auf dem Rundweg gibt es ebenfalls einiges Interessante zu sehen wie z. B. das Hochwasserrückhaltebecken in Ober-Ramstadt, prachtvolle Ausblicke auf die Höhen des Odenwaldes und Taunus, die Frankfurter Skyline sowie die einzelnen Stationen des Waldthemenpfades am Breitenstein. Sogar auf eine Einkehr mit zünftiger Vesper im Naturfreundehaus Ober-Ramstadt (mittwochs geschlossen!) dürfen sich die Wanderer freuen. Der Gesamtweg beträgt 14,7 km und führt von Ernsthofen nach Neutsch, weiter nach Frankenhausen auf die Hohe Strasse, über den Waldthemenpfad zum Naturfreundehaus, hinunter zum Hochwasserrückhaltebecken und über Nieder- und Ober-Modau zurück zum Ausgangspunkt . Wer seinem Navi oder Smartphone nicht traut, kann bei der OWK-Ortsgruppe Nieder-Ramstadt eine genaue Wegebeschreibung auf Papier anfordern. Also: Runter vom Sofa – hinaus in die Natur! Wandern liegt voll im Trend und gehört zu den angenehmsten Möglichkeiten, etwas für die Gesundheit zu tun. Man bewegt sich in der freien Natur, entspannt sich in der frischen Luft, entdeckt Schritt für Schritt schöne Landschaften und steigert seine körperliche Leistungsfähigkeit.

 


 

12. Februar 2019

 

Zeitreise in die Vergangenheit

OWK Nieder-Ramstadt besichtigt Museum Reinheim

 

Wie eine Zeitreise in die Vergangenheit empfanden 26 Personen den Besuch des Heimatmuseums in Reinheim. Die Bedeutung und der Erhalt von Brauchtum und Kulturgeschichte werden von den Mitgliedern des Odenwaldklubs seit jeher gepflegt, um die Geschichte und das Leben der Menschen in früheren Zeiten für die Nachwelt zu dokumentieren. Seit 1911 leisteten sich die Einwohner Reinheims ein eigenes Haus für das Erinnern, um für die Nachwelt gesammelte „Altertümer“ aufzubewahren und auszustellen. Nach Betreten des Hauses befindet sich der Besucher in einer Küche, wie sie um 1900 üblich war. Die gute Stube, die nur an Sonn- und Feiertagen benutzt wurde, strahlt mit ihrem schönen Ofen, einer wuchtigen Truhe und der alten Standuhr Behaglichkeit aus. Die anschließende Schlafstube mit Himmelbett, Strohsack und altem Eichenschrank weckten Erinnerungen an Omas Zeiten. Mit der Wohnstube aus den 50-er Jahren und dem Herrenzimmer wurden die Eindrücke aus dem letzten Jahrhundert ergänzt. Der in einem alten Kellergewölbe eingerichtete Luftschutzkeller erinnert an Kriegszeiten und ein „Flüchtlingszimmer“ aus der Nachkriegszeit zeigt den beengten Wohnraum, der für Flüchtlinge und Vertriebene seinerzeit bereitgestellt werden musste. In einem Nebengebäude befindet sich die Waschküche mit Waschkessel, Wannen, Bütten, Waschbrett und Wäschestampfer. Hier ahnt man, welch schwere Arbeit bei hohem Zeitaufwand und großer Mühe am Waschtag von Frauen zu leisten war. Besonderes Interesse bestand auch an der großen Puppensammlung aus aller Welt sowie an der funktionstüchtigen Schmiede mit ledernem Blasebalg. Der Arbeitsraum einer alten Apotheke ist ebenso zu bestaunen wie ein Webraum mit altem Webstuhl. Nach einem kleinen Stadtrundgang besichtigten die Teilnehmer am Bahnhof noch das alte Stellwerk aus dem Jahr 1909. Ein ehemaliger Fahrdienstleiter erläuterte hier die signaltechnischen Anlagen und die Hebel für Weichen, Riegel und Gleissperren. Zum Schluss waren sich alle Teilnehmer einig, einen interessanten Nachmittag verbracht und viele Erinnerungen aus Erzählungen der Eltern und Großeltern sowie aus eigenen Kinder- und Jugendzeiten aufgefrischt zu haben.

 


 

17. Februar 2019

 

Der Frühling ist über dem Land

OWK Nieder-Ramstadt wanderte bei Gräfenhausen

 

14 Wanderer des Nieder-Ramstädter Odenwaldklubs starteten bei ungewöhnlichen Frühlingsbedingungen von 14° Celsius und strahlendem Sonnenschein zu einer Halbtageswanderung um den Steinrodsee bei Gräfenhausen. Der See entstand in den 1930-er Jahren beim Abbau von Kies und Sand für den Bau der damaligen Reichsautobahn Frankfurt – Darmstadt. Schon seinerzeit mußte von der Stadt Weiterstadt dafür eine Ausgleichsfläche geschaffen werden. Heute kann man deshalb gegenüber dem Parkplatz von einem Aussichtspunkt aus nicht nur Kaninchen, sondern auch diverse Vögel wie Neuntöter, Steinschmätzer oder Schwarzkehlchen beobachten. Von hier aus führte auf ebenen Wegen der 7 km lange Rundwanderweg um den 12 ha großen und bis zu 4 m tiefen Steinrodsee herum. Nach Überqueren des Apfelbachs wurde durch Wald und Feld in nördlicher Richtung zur idyllisch gelegenen Hintersten Tagwiese gewandert. Hier befindet sich u.a. ein e Brutstätte des Baumpiepers und in Dämmerungszeiten können auf dem Wiesengelände oft Rehe und Wildschweine angetroffen werden. Der weitere Weg führte dann nach einer kurzen Erfrischungsrast durch abwechslungsreichen Eichen- und Buchenwald zur südlich gelegenen Gänsewiese. Nach Verlassen des Waldes wurde bald das Naturdenkmal „Sanddüne am Apfelbach“ erreicht, wo das seltene Zwerggras sowie das Berg-Sandglöckchen und der Mauerpfeffer wachsen. Durch die Erweiterung des Gebietes und durch Auftrag unbelasteten Tiefensandes konnten die Lebensbedingungen für diese Raritäten gezielt verbessert werden. Längs des Apfelbaches ging die Wanderung wieder zurück zum Steinrodsee. Die durstige und hungrige Wanderschar stärkte sich abschließend in geselliger Runde in der direkt am See gelegenen Fischerhütte. Da das herrliche Wetter viele andere Gäste ebenfalls zur Einkehr lockte, fiel der Aufenthalt länger aus als geplant. Das war jedoch nicht weiter tragisch, da man den schönen Blick über den See genießen und dabei viele einzelne Wasservögel beobachten konnte. Nach Dank an die Wanderführung für diese vorfrühlingshafte Wandertour im Februar wurde wieder die Heimfahrt nach Mühltal angetreten.

 


 

24. März 2019

 

Von Seeheim bis Alsbach

OWK Nieder-Ramstadt wandert bergauf und talein

 

Der Burgensteig bildet eine Kombination zwischen Naturerlebnis, Geschichte und sportlichem Wandern. Heute steht für 22 Wanderfreunde des Nieder-Ramstädter Odenwaldklubs eine weitere Etappe des Steiges auf dem Plan. Vom neuen Rathaus in Seeheim aus führt der Weg durch den alten Ortskern hinauf zum Kreuzbergpark und zum Naturdenkmal „ Fünf-Schwestern-Linde“. Der Legende nach soll an dieser Stelle eine kluge Frau aus Seeheim der Landgräfin von Hessen-Darmstadt geweissagt haben, dass jede ihrer fünf Töchter einst eine Krone tragen werde - und wirklich, diese Prophezeiung ging in Erfüllung. Weiter bergauf durch den Wald wird dann über eine Hängebrücke der Tannenberg erreicht. Reste eines Bergfrieds und einige Mauern zeugen nach Ausgrabungen von der ehemaligen Burg. Belohnt wird der Wanderer hier mit einem einmaligen Ausblick in die tiefer gelegene Rheinebene, zur Frankfurter Skyline, in das hessische Ried sowie nach Rheinhessen und in die Pfalz. Nun führt der Weg hinunter ins Stettbachtal und hoch auf den Heiligenberg. Schloß Heiligenberg ist der Stammsitz des Hauses Battenberg-Mountbatten mit seinen weitreichenden verwandtschaftlichen Beziehungen zu europäischen Königshäusern. Vorbei an der Ruine eines ehemaligen Nonnenklosters und an den Resten der einstigen Zentlinde geht es in den normalerweise für Besucher geschlossenen Kreuzgarten. Hier wird der Wandergruppe durch einen Bediensteten der Stiftung Heiligenberg die Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner erläutert. Zum Andenken an die Großherzogin Wilhelmine ließen ihre Kinder hier ein sieben Meter hohes goldenes Kreuz errichten. Nebenan befindet sich das Mausoleum für den Prinzen Alexander von Hessen und seine Gemahlin Julie, Prinzessin von Battenberg, deren Gebeine jedoch später im Freien bestattet wurden. Durch den Ortskern von Jugenheim und zwischen Villen und Gärten geht die Wanderung auf dem Burgensteig weiter und führt schließlich durch den Sperbergrund hoch zum Alsbacher Schloss, das sich unterhalb des Melibokus auf einem 257 m hohen Bergrücken über Alsbach befindet. Heute wird die Schlossruine vom Förderverein Schloss Alsbach unterhalten. Nach einer längeren Rast in der Burgschänke wird dann der Rückweg nach Alsbach angetreten, um mit der Straßenbahn zurück nach Seeheim zu fahren. Mit einem Dankeschön an die Organisatoren Heide Götz und Inge Schneider-Plößer geht eine anstrengende aber erlebnisreiche Wanderung zu Ende.

 


 

14. April 2019

 

Bezirkswandertreffen des Odenwaldklubs in Ober-Ramstadt

Auch OWK Nieder-Ramstadt wanderte mit

 

Im April trafen sich die Wanderfreunde aus dem OWK-Bezirk 2 zu ihrer jährlichen gemeinsamen Bezirkswanderung. Die ausrichtende Ortsgruppe Ober-Ramstadt hatte drei unterschiedlich lange Wanderstrecken vorbereitet. Nach der Begrüßung am Bahnhof durch den örtlichen OWK-Vorsitzenden Hans-Jürgen Becker und den Bezirksvorsitzenden Heiko Schwedler verteilten sich die Teilnehmer aus Weiterstadt, Griesheim, Pfungstadt, Darmstadt, Eberstadt, Nieder-Ramstadt, Ober-Ramstadt, Roßdorf, Ernsthofen und dem Wanderclub Falke auf die drei gebildeten Wandergruppen. Unter dem Motto „Stadtteile der Stadt der Farben“ wanderte eine Gruppe auf dem Main-Stromberg-Weg bzw. dem Waldenser- und Hugenottenpfad nach Wembach-Hahn und über Rohrbach auf der Alten Rohrbächer Chaussee und über den Mühlberg zurück nach Ober-Ramstadt. Die zweite Gruppe mit dem Motto „Ausblicke auf die Stadt der Farben“  begab sich über die Linde zum Hohen Rain und weiter Richtung Waldhof zum Silberberg und zum Naturfreundehaus. Hier genoss man den schönen Ausblick auf das Rückhaltebecken sowie auf die Kernstadt und das Industriegebiet, bevor der Rückweg angetreten wurde. Die dritte Wanderung stand unter dem Motto „Sehenswürdigkeiten der Stadt der Farben“ und entpuppte sich als Stadtrundgang. Neben der Petri-Villa mit Park wurde der Hammermühlenkomplex, das Rathaus mit der Büste von Georg Christoph Lichtenberg, das Schwimmbadgelände und das Gelände des geplanten Neubaus der Feuerwehr und der Polizei besichtigt. Auch das alte Rathaus mit der Otto-Weber-Anlage und der Pfarrer-von-Wachter-Ruhe sowie die neu renovierte evangelische Kirche und die Lichtenberg-Gesamtschule durften nicht fehlen. Mit vielen interessanten Informationen, u.a. zu den geplanten Windrädern, zum Renaturierungsprojekt „Gabelteich“ und zum Modau-Rückhaltebecken wurden die Wanderer unterwegs versorgt. Im Gasthaus „Europa“ trafen sich dann alle Teilnehmer wieder gesund und munter zur gemeinsamen Schlussrast, um in geselliger Runde den Wandertag gemütlich ausklingen zu lassen. Ein großes Dankeschön erging an die OWK-Ortsgruppe Ober-Ramstadt für die Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung mit fast 100 Teilnehmern.

 


 

14. Mai 2019

 

Tag des Wanderns

OWK Nieder-Ramstadt beteiligt sich an bundesweiter Aktion

 

Der frühere Bundespräsident Theodor Heuss hat es nicht nur gewusst, sondern auch ausgesprochen: „Der Sinn des Wanderns ist, unterwegs zu sein“. Egal wohin und wie weit. Wandern macht frisch und froh, munter und aktiv, denn wer wandert, braucht keine Reaktivierungsdragees. Raus in die Natur hat noch keinem geschadet. Es zeigt sich immer wieder, dass Wandern auch für Einheimische eine Bereicherung zum Kennenlernen der näheren Heimat sein kann. 15 Personen wanderten mit dem Odenwaldklub Nieder-Ramstadt am bundesweiten Tag des Wanderns in der heimischen Umgebung. Die Tour führte zunächst zum Mathildentempel, zum Ludwigsbrunnen und zum Waltersteich. Hier wurde auch der etwas versteckt liegende Lindenbergbrunnen aufgesucht, bevor es weiter zum Waldaltar der Marienschwestern und zum Melitabrunnen am Südhang des Prinzenberges ging. Hier beginnt das wunderschön gelegene Hetterbachtal, eines der schönsten Naturtäler unserer Gegend, dessen Landschaftsbild durch steten Wechsel von Äckern und Gärten, Wiesen und Teichen, Obstbaumgrundstücken und Brachflächen geprägt ist. Inmitten der Streuobstwiesen erfreuten sich die Wanderer am Ruf des Kuckucks, der erstmals in diesem Jahr zu hören war. Heide Götz, die zusammen mit Inge Schneider-Plößer diese Frühlingswanderung zum Tag des Wanderns vorbereitet hatte, erläuterte den Teilnehmern unterwegs viel Wissenswertes über die heimische Natur und die Geschichte der am Wegrand angelaufenen Punkte. Am Eberstädter Marktplatz wurde Mittagsrast gehalten, bevor die Wanderer zurück nach Mühltal liefen und den beiden Wanderbegleiterinnen herzlichst dankten.

 








 

Jahresrückblick 2018

 

03. Juni 2018

 

Wo der Fischbach murmelnd in die Gersprenz fließt

OWK Nieder-Ramstadt wanderte rund um die kleinste Stadt des Landkreises DA-Di

 

Start der etwa 12 km langen Wanderung war der Parkplatz bei den Sportplätzen in Groß-Bieberau. Entlang der stillgelegten Bahngleise des „Odenwälder Lieschens“ ging die Wanderoute zum Zusammenfluss der beiden Gewässer Fischbach und Gersprenz und weiter durch das Gewerbegebiet zur Bundesstraße 38. Nach Überqueren der Straße führte die Strecke durch die für den Vorderen Odenwald typisch hügelige Landschaft und hatte einige steile Anstiege zu bieten. Am „Reinheimer Galgenberg“, einem kleinen Wingert auf 258 m Höhe lud eine Sitzgruppe zur Frühstücksrast mit Wein und Käsewürfeln ein, und die Wanderer wurden mit herrlichen Ausblicken von der Veste Otzberg über  die Weiler Hundertmorgen und Hippelsbach bis hin zur Böllsteiner Höhe belohnt. Der Weiterweg führte dann vorbei am ehemaligen „Cafe´Nackig“ über die Hohe Straße zum Parkplatz Heidekopf und weiter durch den Wald talwärts hinab in den Stadtteil Rodau. Ein wunderbarer Ausblick über ausgedehnte Wälder wird gekrönt von Schloss Lichtenberg, das von Landgraf Georg I von Hessen-Darmstadt hier im 16. Jahrhundert als Renaissanceschloss erbaut wurde. Im schattigen Hof einer am Weg liegenden Gaststätte nahmen die Wanderer ihr Mittagessen ein und gut gestärkt ging`s dann weiter nach Groß-Bieberau. An der Schuchmannsmühle erreichte man wieder den Fischbach. Dem Bachlauf folgend, gelangten die Wanderer auf dem „Beschpädsche“ durch die Augärten, die von Einheimischen  liebevoll als die grüne Lunge der Stadt bezeichnet werden, zurück zum Ausgangspunkt. Besonderer Dank gebührt den Wanderführern Tammo und Renate Rohlfs, die kurzfristig für die ursprünglich vorgesehenen, aber plötzlich erkrankten Wanderführer die Tour übernommen hatten!

 


 

19. bis 22. Juli 2018

 

Erlebnistage im Hunsrück

OWK Nieder-Ramstadt auf Wanderfreizeit

 

Hochsommerliche Temperaturen begleiteten die elf Wanderfreunde des Nieder-Ramstädter Odenwaldklubs bei ihrer viertägigen Wanderfreizeit in Kastellaun. Bereits am Anfahrtstag wurde in Laudert ein Zwischenstopp eingelegt, um ein privates Nachttopfmuseum mit 690 verschiedenen Nachttöpfen zu besichtigen. Einige der Teilnehmer hatten überhaupt keine Ahnung mehr von den früher in jedem Haushalt vorhandenen Nachtgeschirren aus Emaille, Keramik oder Porzellan. Nach der dann folgenden Zimmerbelegung im Hotel begann die erste Wanderung auf dem Burgstadt-Pfad und zum Sturmwurf-Erlebnispfad „Kyrill“. Hier konnte man erleben, wie sich die Natur regeneriert, sich Pflanzen- und Tierwelt anpassen und verändern und totes Holz neues Leben schafft. Mit einem Glas Wein auf der Hotelterrasse endete der erste Tag. Die Bezwingung der Baybachklamm mit ihren steilen Felsformationen stand am zweiten Wandertag auf dem Programm. Nach mehreren Kletterpassagen, die von allen Wanderern souverän bewältigt wurden, erreichte man heil und gesund wieder die Schmausemühle, den Ausgangspunkt dieser Wanderung. Einige Unentwegte liefen noch zur Mörsdorfer Hängeseilbrücke, während andere die Altstadt von Kastellaun besuchten und sich ein leckeres Eis gönnten. Der dritte Tag gehörte dem Masdascher Burgherrenweg, der von der Ruine Balduinseck aus angegangen wurde. Mit vielen Ausblicken über die typische Hunsrücklandschaft ging es sowohl über Feld und Wiesen als auch durch schattige Wälder, immer wieder steil bergauf und bergab. Viele ehemalige Mühlen säumen den Weg. Schroffe Schieferklippen und alte Grubenzugänge erinnern an den einstigen Schieferabbau. Nach Erreichen des Burgberges war eine längere Pause zur Erfrischung angesagt. Während unterwegs Mutter Natur mit leckeren Kirschen und Himbeeren für das leibliche Wohl sorgte, wurde abends im Hotel deftige Hausmannskost serviert. Bei einem gemütlichen Abschluss durfte ein kühles Getränk nicht fehlen, als Tammo Rohlfs sich bei den beiden Organisatoren bedankte und ein kleines Präsent überreichte. Am letzten Tag wurde noch die historische Senfmühle in Cochem besichtigt, bevor die endgültige Heimreise angetreten wurde.

 


 

12. August 2018

 

Wandern im mittleren Odenwaldkreis

Odenwaldklub Nieder-Ramstadt auf Einhards Spuren

 

Ausgehend vom Naturparkplatz „Mossauer Höhe“ startete die August-Wanderung des Nieder-Ramstädter Odenwaldklubs. Die Wegstrecke führte zunächst in nördliche Richtung über die Hohe Straße und später auf dem Mossauer Weg immer bergab nach Rehbach. In Höhe des Forsthauses Kohlgrube, am sogenannten „Zwei Städte Blick“, genossen die Wanderer eine sehr schöne Fernsicht auf Michelstadt und Erbach. Kurz vor Rehbach stieß man auf den Alemannenweg und folgte diesem in östlicher Richtung bis zum Großen See an der Bundesstraße 47. Hier wurde im 16. Jahrhundert Erzabbau betrieben. Die heute am See liegenden großen Schlackenreste stammen angeblich noch aus einem mittelalterlichen Hochofen und sind Teil eines hier verlaufenden kulturhistorischen Wanderweges. Nach Überqueren der Bundesstraße ging es auf einem neu angelegten Waldpfad zur Einhardsquelle mit Rastplatz und Schutzhütte. Dieser Platz eignete sich vorzüglich für eine Frühstücksrast und zu einigen Erläuterungen über den Namensgeber Einhard. Einhard war ein Vertrauter Karls des Großen und als dessen Schreiber, Berater und Biograph tätig. Im Jahr 851 erhielt er die Mark Michelstadt und Güter der heutigen Stadt Seligenstadt geschenkt. Er lebte einige Jahre in Michelstadt und errichtete in Steinbach die älteste karolingische Basilika nördlich der Alpen. Der Entwicklung dieses Ortes und seiner Umgebung hat er starke Impulse gegeben. Die Einhardsbasilika konnte bei dieser Wanderung leider nur von außen besichtigt werden. Der weitere Wanderweg verlief jetzt durch Steinbach und führte bergauf zur Adalbertshöhe Richtung Waldhorn und Flugplatz Michelstadt. Vorbei am Friedwaldgelände ging es in westlicher Richtung auf einem breiten Forstweg zurück zur Mossauer Höhe. Zahlreiche Grenzsteine säumten diesen Weg und erinnerten an frühere Grenzregelungen. Wanderwart Klaus Frank bedankte sich Namen der sechzehn Wanderfreunde bei den beiden Wanderbegleitern Erhard Weiser und Tammo Rohlfs für diese abwechslungsreiche fünfstündige Wanderung, bevor man mit den Fahrzeugen nach Ober-Mossau fuhr und im Brauereigasthof „Hirschen“ die wohlverdiente Schlussrast einlegte.

 


 

10. Oktober 2018

 

Stadtbesichtigung einmal anders

OWK Nieder-Ramstadt besucht Dieburg

 

Mit einem Besuch im Franziskusgarten des ehemaligen Kapuzinerklosters begannen siebzehn Wanderfreunde des Nieder-Ramstädter Odenwaldklubs ihre Stadtführung in Dieburg. Bevor die Kapuziner sich wegen Nachwuchsmangels 2012 aus Dieburg verabschiedeten, gestalteten die Klostermänner ihren Garten um: Der „Sonnengesang“ des heiligen Franz von Assisi, ein Gebet auf die Schöpfung, ist das alles bestimmende Thema des Klostergartens. Das Ehepaar Mertesacker von der ehrenamtlichen Gartengruppe Franziskusgarten führte die Wanderer durch den Garten und machte auf die Schönheit, Geschichte und heutige Bedeutung dieser wundervollen Anlage aufmerksam. Die blaue Herde der Friedensschafe des Aktionskünstlers Rainer Bonk, die friedlich im Garten grast, wurde ebenso bestaunt wie später das Innere der Klosterkirche. In der Stadt wurden historische Gebäude wie die Wendelinuskapelle, die Marienschule mit ihrem Knaben- und Mädchenschulhaus und ein nahezu unverändertes Jugendstilhaus sowie der Jungfernstieg und das ehemalige Badhaus besichtigt. Katholiken aus der weiten Region suchen heute noch Trost und Beistand vor dem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Gnadenbild, einer Pieta in der Wallfahrtskirche. Mit Glauben und Vertrauen kamen stets Pilger zur Gnadenkapelle nach Dieburg, wo Gott auf außerordentliche und wunderbare Weise Gnaden erwiesen hat. Aus dem Jahr 1683 wird berichtet, dass es dem gelähmten Freiherrn Friedrich von Frankenstein im Beisein vieler hundert Personen gelang, die Marienkapelle, in die er mühsam und voller Schmerzen hineingetragen wurde, wieder aufrecht und ohne Krücken zu verlassen - diese hatte er zuvor am Altar niedergelegt. Gegenüber der Kirche, auf dem Gelände einer ehemaligen Klosteranlage, befindet sich noch heute die Justizvollzugsanstalt Dieburg, in der etwa 270 Häftlinge im geschlossenen Vollzug Strafen von bis zu 24 Monaten absitzen. Dieburg verdankt seine Entstehung den Römern und war Verkehrsknotenpunkt (Hohe Straße) und Verwaltungssitz. Mit der 2011 eröffneten Römerhalle als Tagungsstätte wird an diese Zeit erinnert. In der Zuckerstraße, heute Fußgängerzone und Haupteinkaufsmeile, pulsiert städtisches Leben. Zwischen Gersprenz und Fechenbacher Schlosss sind noch Zeichen einer mittelalterlichen Wasserburg sichtbar: das Albini-Schloss, Reste der alten Stadtmauer sowie Türme der ehemaligen Stadtbefestigung. Schloss Fechenbach, ein früherer Adelshof und Barockschlösschen der Freiherren von Ulner, wird heute als Museum benutzt. Wir sehen, Dieburg hat viele Traditionen: religiöse, antike und schließlich folkloristische. Seit 1508 findet die berühmte Dieburger Fastnacht mit einem großen Umzug am Fastnachtsdienstag statt. Dieser muss sich nicht hinter dem Mainzer Rosenmontagszug verstecken! Daran wird das ganze Jahr über in der Stadtmitte durch den Fastnachtsbrunnen mit dem Bajazz und seiner Laterne erinnert. Die Stadtbesichtigung endete mit einer gemütlichen Kaffeerunde im Freien auf dem Dieburger Marktplatz.

 


 

11. September 2018

 

Wanderbares Frankfurt

OWK Nieder-Ramstadt erwanderte eine weitere Strecke von Frankfurts Grüngürtel

 

Auch in diesem Jahr stand für den Odenwaldklub Nieder-Ramstadt eine Streckenwanderung um Frankfurts Grüngürtel auf dem Programm. Ab U-Bahnstation Frankfurt Römerstadt, dem Endpunkt unserer letztjährigen Tour, erreichte man bald den Volkspark Niddatal. Ausgedehnte Wiesen, Gehölze und Feuchtbiotope vermitteln den Eindruck naturnaher Landschaft und wechseln sich mit Spiel- und Sportplätzen ab. Blauer Himmel und Sonnenschein ließen die buntgefärbten Bäume in der Nidda widerspiegeln. Auf gekiestem flachen Weg führte der Weg entlang des Flusses Richtung Höchst. Unterwegs konnte reichlich Herbststimmung eingefangen und viele Graureiher, Enten, Gänse und auch drollige Nutrias bestaunt werden. Der sich anschließende Brentanopark war dann schnell durchschritten und nach Überqueren einer Straße befand man sich schon im Solmspark. Eine Vesperpause mit Süßigkeiten und Getränken wurde am Modell des ehemaligen Rödelheimer Schlosses eingelegt. Gut gestärkt wanderten wir weiter und erreichten bald die alte Niddabrücke aus Sandstein, die direkt in den Stadtteil Höchst führt. Hier mündet die Nidda in den Main. Durch das Maintor gingen wir hinauf auf den Schlossplatz und kehrten zur wohlverdienten Mittagspause in der Alten Zollwache ein. Dank des warmen Wetters konnte man die Rast sogar im Freien genießen. Der anschließende Weg zum Höchster Bahnhof führte durch einen Teil der Höchster Altstadt mit wunderbar restaurierten Fachwerkhäusern. Dieser herbstliche Wandertag wurde von den 18 Wanderfreunden sehr genossen. Nachdem die Teilnehmer der Wanderführung für die Ausarbeitung dieser Tour gedankt hatten, wurde mit dem Zug die Heimreise nach Mühltal angetreten. Alle freuen sich schon heute auf die Fortsetzung dieser Wanderung im kommenden Jahr 2019!