Rückblick

Hier finden Sie Berichte vergangener Wanderungen oder Veranstaltungen

 


 

Jahresrückblick 2019

 

Jugendwanderweg „Durch das Modautal“

OWK Nieder-Ramstadt stellt virtuellen Wanderweg vor

 

Auch im Jahr 2019 will der Odenwaldklub Nieder-Ramstadt über seine Aktivitäten berichten und dabei Vorschläge für eigenständige Wanderungen unterbreiten. Heute etwas Besonderes: Ein für die Jugend konzipierter Wanderweg ohne Wanderzeichenmarkierung! Der Weg führt durch die drei Kommunen Modautal, Mühltal und Ober-Ramstadt und wird als Jugendwanderweg „Durch das Modautal“ bezeichnet. Sowohl am Kreisjugendheim in Ernsthofen als auch an der Hohen Straße bei Frankenhausen, am Naturfreundehaus Heidenacker und am Hochwasserrückhaltebecken Ober-Ramstadt stehen rechteckige hellgrüne Info-Tafeln. Hier können alle Wanderer (nicht nur Jugendliche!) den darauf abgebildeten QR-Code auf ihr Smartphone scannen und sich die Wanderstrecke virtuell anzeigen lassen. Die Streckenführung kann auch als gpx-Datei heruntergeladen und mit Hilfe eines Navis  abgelaufen werden. Es muss nicht der gesamte Weg in voller Länge abgewandert werden, sondern es können individuelle Etappen gewählt werden. Der Beginn und das Ende  der Wanderung kann auch an anderen Punkten der Strecke begonnen bzw. beendet werden. Auf dem Rundweg gibt es ebenfalls einiges Interessante zu sehen wie z. B. das Hochwasserrückhaltebecken in Ober-Ramstadt, prachtvolle Ausblicke auf die Höhen des Odenwaldes und Taunus, die Frankfurter Skyline sowie die einzelnen Stationen des Waldthemenpfades am Breitenstein. Sogar auf eine Einkehr mit zünftiger Vesper im Naturfreundehaus Ober-Ramstadt (mittwochs geschlossen!) dürfen sich die Wanderer freuen. Der Gesamtweg beträgt 14,7 km und führt von Ernsthofen nach Neutsch, weiter nach Frankenhausen auf die Hohe Strasse, über den Waldthemenpfad zum Naturfreundehaus, hinunter zum Hochwasserrückhaltebecken und über Nieder- und Ober-Modau zurück zum Ausgangspunkt . Wer seinem Navi oder Smartphone nicht traut, kann bei der OWK-Ortsgruppe Nieder-Ramstadt eine genaue Wegebeschreibung auf Papier anfordern. Also: Runter vom Sofa – hinaus in die Natur! Wandern liegt voll im Trend und gehört zu den angenehmsten Möglichkeiten, etwas für die Gesundheit zu tun. Man bewegt sich in der freien Natur, entspannt sich in der frischen Luft, entdeckt Schritt für Schritt schöne Landschaften und steigert seine körperliche Leistungsfähigkeit.

 


 

12. Februar 2019

 

Zeitreise in die Vergangenheit

OWK Nieder-Ramstadt besichtigt Museum Reinheim

 

Wie eine Zeitreise in die Vergangenheit empfanden 26 Personen den Besuch des Heimatmuseums in Reinheim. Die Bedeutung und der Erhalt von Brauchtum und Kulturgeschichte werden von den Mitgliedern des Odenwaldklubs seit jeher gepflegt, um die Geschichte und das Leben der Menschen in früheren Zeiten für die Nachwelt zu dokumentieren. Seit 1911 leisteten sich die Einwohner Reinheims ein eigenes Haus für das Erinnern, um für die Nachwelt gesammelte „Altertümer“ aufzubewahren und auszustellen. Nach Betreten des Hauses befindet sich der Besucher in einer Küche, wie sie um 1900 üblich war. Die gute Stube, die nur an Sonn- und Feiertagen benutzt wurde, strahlt mit ihrem schönen Ofen, einer wuchtigen Truhe und der alten Standuhr Behaglichkeit aus. Die anschließende Schlafstube mit Himmelbett, Strohsack und altem Eichenschrank weckten Erinnerungen an Omas Zeiten. Mit der Wohnstube aus den 50-er Jahren und dem Herrenzimmer wurden die Eindrücke aus dem letzten Jahrhundert ergänzt. Der in einem alten Kellergewölbe eingerichtete Luftschutzkeller erinnert an Kriegszeiten und ein „Flüchtlingszimmer“ aus der Nachkriegszeit zeigt den beengten Wohnraum, der für Flüchtlinge und Vertriebene seinerzeit bereitgestellt werden musste. In einem Nebengebäude befindet sich die Waschküche mit Waschkessel, Wannen, Bütten, Waschbrett und Wäschestampfer. Hier ahnt man, welch schwere Arbeit bei hohem Zeitaufwand und großer Mühe am Waschtag von Frauen zu leisten war. Besonderes Interesse bestand auch an der großen Puppensammlung aus aller Welt sowie an der funktionstüchtigen Schmiede mit ledernem Blasebalg. Der Arbeitsraum einer alten Apotheke ist ebenso zu bestaunen wie ein Webraum mit altem Webstuhl. Nach einem kleinen Stadtrundgang besichtigten die Teilnehmer am Bahnhof noch das alte Stellwerk aus dem Jahr 1909. Ein ehemaliger Fahrdienstleiter erläuterte hier die signaltechnischen Anlagen und die Hebel für Weichen, Riegel und Gleissperren. Zum Schluss waren sich alle Teilnehmer einig, einen interessanten Nachmittag verbracht und viele Erinnerungen aus Erzählungen der Eltern und Großeltern sowie aus eigenen Kinder- und Jugendzeiten aufgefrischt zu haben.

 








 

Jahresrückblick 2018

 

25. März 2018

 

Über den Frankenstein nach Seeheim

OWK Nieder-Ramstadt wanderte auf dem Burgensteig

 

Das Wetter hätte nicht besser sein können! Bei blauem Himmel und frühlingswarmem Sonnenschein starteten die Wanderer des Odenwaldklubs Nieder-Ramstadt zu ihrer ersten Tageswanderung des Jahres 2018. Der Weg führte zunächst entlang der Modau Richtung Papiermühle und weiter ins Beerbachtal. Nahe der Waldmühle wurde dann die Straße überquert und es ging steil bergauf über die 251 Stufen der Himmelsleiter zur Mühltaler Hausburg, der Burgruine Frankenstein. 186 Steinstufen auf Darmstädter Gemarkung und 65 Holztritte auf Mühltaler Gemarkung waren zu überwinden, bevor im Burghof eine wahrlich verdiente Rast eingelegt wurde und man Informationen zur Burggeschichte hörte. Nach der Stärkung verlief der Weiterweg vorbei am Turner-Ehrenmal für die Kriegsgefallenen und der Felsing-Hütte zu den Magnetsteinen. Hier zeigte der mitgebrachte Kompass nicht die Nordrichtung an, sondern drehte sich im Kreise. Die Ursache dieses Phänomens ist bis heute nicht wissenschaftlich geklärt; evtl. könnte ein Blitzeinschlag hierfür verantwortlich sein. Dem „blauen Turm“ der Burgensteig-Markierung folgend, kam man bald an die Bingel-Hütte, wo zur Erinnerung an den früheren Hauptwander- und Wegewart des Odenwaldklubs noch ein Gipfelschluck eingenommen wurde, bevor es über schlammige Waldwege hinab Richtung Seeheim ging. Das einstige Naturdenkmal „Galgenbuche“, zwei durch einen Querast verbundene Buchen, die durch ihre Form einem natürlichen Galgen ähnelten, existiert leider nicht mehr. Bald war dann auch die Karlshöhe, eine markante 10-Wege-Kreuzung mit Schutzhütte erreicht. Von da aus war es nicht mehr weit ins Elsbachtal an der Landstraße nach Ober-Beerbach. Hier ging es nochmals kurz bergan zum Kreuzberg, wo die Wanderer mit einer herrlichen Fernsicht über Seeheim bis hin zum Rhein belohnt wurden. Mit Dank an die Wanderführerinnen Heide Götz und Inge Schneider-Plößer sowie den Spendern der reichlichen „Unterwegsverpflegung“ endete die vierstündige Wanderung. Hochzufrieden über diesen gelungenen Wandertag wurde mit Straßenbahn und Bus der Heimweg angetreten.

 


 

17. April 2018

 

Jubiläumswanderung Heppenheim

 

„Heppenheim, die romantische Kreisstadt an der Bergstraße ist immer eine Reise wert“, heißt es in einem Werbeprospekt. So ist es kein Wunder, dass Alfred Friedrich als gebürtiger „Hepprumer Bub“ seine Wanderfreunde vom Odenwaldklub Nieder-Ramstadt zum fünften Mal zu einer abwechslungsreichen Waldwanderung um Heppenheim eingeladen hat. Vom Naturpark-Wanderparkplatz an der Starkenburg aus führte der Weg zunächst hinab in den Bergsattel und von dort oberhalb der Weinberge vorbei an einer am Waldrand gelegenen Schutzhütte Richtung Hambach. Dann ging es weiter zum Amphibien-Tümpel an der „Sparerrast“, wo eine kleine Rast mit Süßigkeiten und Hochprozentigem eingelegt wurde. Durch herrlichen Buchenwald mit vielen Maikäfern am Wegrand - jo mei, is denn schon Mai?- gelangte man nach eineinhalb Stunden wieder an die Schutzhütte „Helenenruhe“. Hier überraschte Alfred Friedrich die Wanderer mit Brezeln und einer exklusiven Bergsträßer Weinprobe aus besonderen Weinbechern. Aber auch die Vorsitzende der OWK-Ortsgruppe hatte für Alfred eine Überraschung parat und überreichte ihm als Dank für die fünfte Heppenheimer Jubiläumswanderung eine Broschüre über Natur und Kultur rund um das Regionalsymbol Starkenburg. Eine schöne Aussicht auf den Schlossberg, hinab nach Heppenheim und ins Hambacher Tal begleitete die Wanderer anschließend über den Kopfsteinpflasterweg hinauf zur Burg. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto saßen die Wanderfreunde noch lange gemütlich auf der Terrasse der Burgschänke zusammen, bevor die Heimfahrt nach Mühltal angetreten wurde.

 


 

29. April 2018

 

Erwandern, erleben und erfahren

OWK - Wandertag des Bezirks 2

 

Bezirksvorsitzender Heiko Schwedler hatte die Wanderer der Odenwaldklub-Ortsgruppen aus Griesheim, Roßdorf, Weiterstadt, Ernsthofen, Ober-Ramstadt, Pfungstadt, Nieder-Ramstadt, Darmstadt und Darmstadt-Eberstadt zum gemeinsamen Frühlingswandern nach Mühltal eingeladen. Rund 100 Wanderfreunde sind der Einladung gefolgt und brachten gute Laune und bestes Wanderwetter mit nach Nieder-Ramstadt. Nach Begrüßung durch die örtliche Ortsgruppen-Vorsitzende Inge Schneider-Plößer und Grußworte vom Bezirksvorsitzenden wurden drei verschieden lange Wanderstrecken vorgestellt und die Wanderer wählten die für sie geeignetste Tour aus. Gruppe A wanderte unter Leitung von Klaus Frank, Werner Kringel und Robert Nordmann über Waschenbach zur Hohen Straße mit Blick auf die Frankfurter Syline und weiter durch Frankenhausen zur Streittanne und den Bernhard-Kraft-Weg zurück nach Nieder-Ramstadt. Bei einer Wanderstrecke von 12 km und 250 Höhenmetern war man 3 ½ Std. unterwegs. Für die Gruppe B führte der Weg zunächst zur Peter-Jährling-Ruhe und weiter durch den Weiler Mordach auf die Kohlberge. Am dortigen Gipfelkreuz in 27o m Höhe trug man sich traditionsgemäß in das ausliegende Gipfelbuch ein: ein besonderes Erlebnis, denn in unseren Regionen  gibt es hierzu nicht oft Gelegenheit. Diese Wanderung wurde von Inge Schneider-Plößer sowie Tammo und Renate Rohlfs vorbereitet und geführt. Dieser Weg umfasste 7 km bei 140 Höhenmetern und wurde in 2 ¼ Std, zurückgelegt. Die dritte Gruppe unternahm mit Harald  und Brigitte Zeitz sowie Dagmar Kringel einen Rundgang durch Nieder-Ramstadt mit geschichtlichen Erläuterungen. Neben Informationen zur Schneckenmühle und zum Mühlengetriebe auf der Bleiche erfuhren die Teilnehmer nicht nur Einzelheiten zu den Wappen der jeweiligen Ortsteile Mühltals, sondern auch zu ehemaligen Gaststätten in Nieder-Ramstadt. Zudem lernten sie das neue Quartier auf dem Gelände der Nieder-Ramstädter Diakonie kennen. Besonders beeindruckte die offene Bauweise. Interessant waren das Mahnmal für die Opfer der NS-Euthanasie und der „Steingarten“ mit Steinen vom Portal des abgerissenen Fliednerhauses und dem davor stehenden Säulentor. Auch das diakonieeigene Friedhofsgelände erstaunte manche Teilnehmer. Diese Exkursion dauerte ebenfalls zwei Stunden und führte wie der Rückweg der B-Gruppe durch das neue Gewerbegebiet Ruckelshausen zur gemeinsamen Schlussrast an die Boschel-Grillhütte. Hier wurden die Wanderer mit Eintopf, kalten Getränken, Kaffee und Kuchen versorgt. Ein musikalisches Highlight durfte nicht fehlen: Helmut Fladda, Kristina, Sabine und Klaus Frank erfreuten die Wanderer mit Melodien aus ihren vier Alphörnern. Mit dieser wunderschönen Musikeinlage hatte keiner gerechnet! Allen Beteiligten  - Helfern, Besuchern und Wanderern -  sei herzlich gedankt für die Teilnahme an der diesjährigen Bezirkswanderung des Odenwaldklubbezirks 2.

 


 

19. Mai 2018

 

Sportliche Wanderung 

 

„35 km auf der Südroute um Nieder-Ramstadt“ lautet die Einladung zur sportlichen Wanderung des OWK Nieder-Ramstadt. 16 teils gut bekannte Wanderfreundinnen & Wanderfreunde als auch neue Wanderbegeisterte folgten der Einladung und starteten bei idealen Witterungsbedingungen die Aktivität um 8:00 Uhr am Bahnhof Nieder-Ramstadt / Traisa. Zur Einstimmung und Aufwärmung  ging es zunächst auf ebenen Wegen durch den Traisaer- & Darmstädter Wald, vorbei  am Melita Brunnen hinauf auf den 241 m hohen Prinzenberg. Neben dem Blick auf die Streuobstwiesen und Dünenlandschaft bei Eberstadt bot sich der Wandergruppe ein Blick auf die weitere Wanderroute Richtung Süden. Eberstadt querend unterhalb des Frankensteins über Blütenweg und Burgensteig wurde Seeheim erreicht. Durch den Schlosspark hinauf zur 5 Schwestern-Linde vorbei am Lufthansa Hotel wurde die südliche Wendemarke der Tour erreicht. Der nachfolgende kurze Aufstieg zur 335m über Seeheim-Jugenheim gelegenen Burgruine Tannenberg wurde mit einem sonnigen Ausblick auf die Bergstraße von Frankfurt bis Mannheim belohnt.

Weitere 130 Höhenmeter galt es zu bewältigen bevor die Sonneck Schutzhütte  zwischen Ober Beerbach und Steigerts gelegen zur wohlverdienten Stärkung einlud. Das bewährte Team um Inge Plößer und Sabine Frank erfreuten die hungrigen Wanderfreunde mit einem reichhaltig gedeckten Tisch in herrlicher Natur.

Bestens gestärkt und versorgt ging es anschließend in nordöstlicher Richtung auf den zweiten Tourenabschnitt. Bei nunmehr frühsommerlichen Temperaturen wurde vorbei an den imposanten Windenergieanlagen über die Hutzelstraße das Etappenziel Frankenhausen erreicht und durchquert. Mit einem dunstigen Fernblick auf die Skyline von Frankfurt führte die Route talwärts nach Waschenbach. .

Mit revitalisierenden und den Stoffwechsel aktivierenden Müsli-Schokoriegeln wurden neue Kräfte für die Schlussetappe mobilisiert. Über den Lohberg gelangten alle Teilnehmer wohlbehalten zurück nach Nieder-Ramstadt.

Teilweise erschöpft aber vor allem mit dem Stolz die Tour „geschafft“ zu haben genossen die Wanderfreundinnen und Wanderfreunde gemeinsam mit dem Organisationsteam die abschließende Kaffeepause. Für die stolze Leistung vom 36km mit nahezu 800 Höhenmetern und 10 Stunden „auf den Beinen“ – ohne Ausfälle - überreichten die Wanderführer Wilfried Plößer und Klaus Frank Urkunden und Siegersekt an die Mitwanderer.

Ein anspruchsvoller aber herrlicher Wandertag  mit Aussichten, Ansichten  und wissenswerten Informationen  sowie großem Dank für eine perfekte Organisation endet mit dem Wunsch auf eine Fortsetzung in 2019.

 


 

03. Juni 2018

 

Wo der Fischbach murmelnd in die Gersprenz fließt

OWK Nieder-Ramstadt wanderte rund um die kleinste Stadt des Landkreises DA-Di

 

Start der etwa 12 km langen Wanderung war der Parkplatz bei den Sportplätzen in Groß-Bieberau. Entlang der stillgelegten Bahngleise des „Odenwälder Lieschens“ ging die Wanderoute zum Zusammenfluss der beiden Gewässer Fischbach und Gersprenz und weiter durch das Gewerbegebiet zur Bundesstraße 38. Nach Überqueren der Straße führte die Strecke durch die für den Vorderen Odenwald typisch hügelige Landschaft und hatte einige steile Anstiege zu bieten. Am „Reinheimer Galgenberg“, einem kleinen Wingert auf 258 m Höhe lud eine Sitzgruppe zur Frühstücksrast mit Wein und Käsewürfeln ein, und die Wanderer wurden mit herrlichen Ausblicken von der Veste Otzberg über  die Weiler Hundertmorgen und Hippelsbach bis hin zur Böllsteiner Höhe belohnt. Der Weiterweg führte dann vorbei am ehemaligen „Cafe´Nackig“ über die Hohe Straße zum Parkplatz Heidekopf und weiter durch den Wald talwärts hinab in den Stadtteil Rodau. Ein wunderbarer Ausblick über ausgedehnte Wälder wird gekrönt von Schloss Lichtenberg, das von Landgraf Georg I von Hessen-Darmstadt hier im 16. Jahrhundert als Renaissanceschloss erbaut wurde. Im schattigen Hof einer am Weg liegenden Gaststätte nahmen die Wanderer ihr Mittagessen ein und gut gestärkt ging`s dann weiter nach Groß-Bieberau. An der Schuchmannsmühle erreichte man wieder den Fischbach. Dem Bachlauf folgend, gelangten die Wanderer auf dem „Beschpädsche“ durch die Augärten, die von Einheimischen  liebevoll als die grüne Lunge der Stadt bezeichnet werden, zurück zum Ausgangspunkt. Besonderer Dank gebührt den Wanderführern Tammo und Renate Rohlfs, die kurzfristig für die ursprünglich vorgesehenen, aber plötzlich erkrankten Wanderführer die Tour übernommen hatten!

 


 

19. bis 22. Juli 2018

 

Erlebnistage im Hunsrück

OWK Nieder-Ramstadt auf Wanderfreizeit

 

Hochsommerliche Temperaturen begleiteten die elf Wanderfreunde des Nieder-Ramstädter Odenwaldklubs bei ihrer viertägigen Wanderfreizeit in Kastellaun. Bereits am Anfahrtstag wurde in Laudert ein Zwischenstopp eingelegt, um ein privates Nachttopfmuseum mit 690 verschiedenen Nachttöpfen zu besichtigen. Einige der Teilnehmer hatten überhaupt keine Ahnung mehr von den früher in jedem Haushalt vorhandenen Nachtgeschirren aus Emaille, Keramik oder Porzellan. Nach der dann folgenden Zimmerbelegung im Hotel begann die erste Wanderung auf dem Burgstadt-Pfad und zum Sturmwurf-Erlebnispfad „Kyrill“. Hier konnte man erleben, wie sich die Natur regeneriert, sich Pflanzen- und Tierwelt anpassen und verändern und totes Holz neues Leben schafft. Mit einem Glas Wein auf der Hotelterrasse endete der erste Tag. Die Bezwingung der Baybachklamm mit ihren steilen Felsformationen stand am zweiten Wandertag auf dem Programm. Nach mehreren Kletterpassagen, die von allen Wanderern souverän bewältigt wurden, erreichte man heil und gesund wieder die Schmausemühle, den Ausgangspunkt dieser Wanderung. Einige Unentwegte liefen noch zur Mörsdorfer Hängeseilbrücke, während andere die Altstadt von Kastellaun besuchten und sich ein leckeres Eis gönnten. Der dritte Tag gehörte dem Masdascher Burgherrenweg, der von der Ruine Balduinseck aus angegangen wurde. Mit vielen Ausblicken über die typische Hunsrücklandschaft ging es sowohl über Feld und Wiesen als auch durch schattige Wälder, immer wieder steil bergauf und bergab. Viele ehemalige Mühlen säumen den Weg. Schroffe Schieferklippen und alte Grubenzugänge erinnern an den einstigen Schieferabbau. Nach Erreichen des Burgberges war eine längere Pause zur Erfrischung angesagt. Während unterwegs Mutter Natur mit leckeren Kirschen und Himbeeren für das leibliche Wohl sorgte, wurde abends im Hotel deftige Hausmannskost serviert. Bei einem gemütlichen Abschluss durfte ein kühles Getränk nicht fehlen, als Tammo Rohlfs sich bei den beiden Organisatoren bedankte und ein kleines Präsent überreichte. Am letzten Tag wurde noch die historische Senfmühle in Cochem besichtigt, bevor die endgültige Heimreise angetreten wurde.

 


 

12. August 2018

 

Wandern im mittleren Odenwaldkreis

Odenwaldklub Nieder-Ramstadt auf Einhards Spuren

 

Ausgehend vom Naturparkplatz „Mossauer Höhe“ startete die August-Wanderung des Nieder-Ramstädter Odenwaldklubs. Die Wegstrecke führte zunächst in nördliche Richtung über die Hohe Straße und später auf dem Mossauer Weg immer bergab nach Rehbach. In Höhe des Forsthauses Kohlgrube, am sogenannten „Zwei Städte Blick“, genossen die Wanderer eine sehr schöne Fernsicht auf Michelstadt und Erbach. Kurz vor Rehbach stieß man auf den Alemannenweg und folgte diesem in östlicher Richtung bis zum Großen See an der Bundesstraße 47. Hier wurde im 16. Jahrhundert Erzabbau betrieben. Die heute am See liegenden großen Schlackenreste stammen angeblich noch aus einem mittelalterlichen Hochofen und sind Teil eines hier verlaufenden kulturhistorischen Wanderweges. Nach Überqueren der Bundesstraße ging es auf einem neu angelegten Waldpfad zur Einhardsquelle mit Rastplatz und Schutzhütte. Dieser Platz eignete sich vorzüglich für eine Frühstücksrast und zu einigen Erläuterungen über den Namensgeber Einhard. Einhard war ein Vertrauter Karls des Großen und als dessen Schreiber, Berater und Biograph tätig. Im Jahr 851 erhielt er die Mark Michelstadt und Güter der heutigen Stadt Seligenstadt geschenkt. Er lebte einige Jahre in Michelstadt und errichtete in Steinbach die älteste karolingische Basilika nördlich der Alpen. Der Entwicklung dieses Ortes und seiner Umgebung hat er starke Impulse gegeben. Die Einhardsbasilika konnte bei dieser Wanderung leider nur von außen besichtigt werden. Der weitere Wanderweg verlief jetzt durch Steinbach und führte bergauf zur Adalbertshöhe Richtung Waldhorn und Flugplatz Michelstadt. Vorbei am Friedwaldgelände ging es in westlicher Richtung auf einem breiten Forstweg zurück zur Mossauer Höhe. Zahlreiche Grenzsteine säumten diesen Weg und erinnerten an frühere Grenzregelungen. Wanderwart Klaus Frank bedankte sich Namen der sechzehn Wanderfreunde bei den beiden Wanderbegleitern Erhard Weiser und Tammo Rohlfs für diese abwechslungsreiche fünfstündige Wanderung, bevor man mit den Fahrzeugen nach Ober-Mossau fuhr und im Brauereigasthof „Hirschen“ die wohlverdiente Schlussrast einlegte.

 


 

10. Oktober 2018

 

Stadtbesichtigung einmal anders

OWK Nieder-Ramstadt besucht Dieburg

 

Mit einem Besuch im Franziskusgarten des ehemaligen Kapuzinerklosters begannen siebzehn Wanderfreunde des Nieder-Ramstädter Odenwaldklubs ihre Stadtführung in Dieburg. Bevor die Kapuziner sich wegen Nachwuchsmangels 2012 aus Dieburg verabschiedeten, gestalteten die Klostermänner ihren Garten um: Der „Sonnengesang“ des heiligen Franz von Assisi, ein Gebet auf die Schöpfung, ist das alles bestimmende Thema des Klostergartens. Das Ehepaar Mertesacker von der ehrenamtlichen Gartengruppe Franziskusgarten führte die Wanderer durch den Garten und machte auf die Schönheit, Geschichte und heutige Bedeutung dieser wundervollen Anlage aufmerksam. Die blaue Herde der Friedensschafe des Aktionskünstlers Rainer Bonk, die friedlich im Garten grast, wurde ebenso bestaunt wie später das Innere der Klosterkirche. In der Stadt wurden historische Gebäude wie die Wendelinuskapelle, die Marienschule mit ihrem Knaben- und Mädchenschulhaus und ein nahezu unverändertes Jugendstilhaus sowie der Jungfernstieg und das ehemalige Badhaus besichtigt. Katholiken aus der weiten Region suchen heute noch Trost und Beistand vor dem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Gnadenbild, einer Pieta in der Wallfahrtskirche. Mit Glauben und Vertrauen kamen stets Pilger zur Gnadenkapelle nach Dieburg, wo Gott auf außerordentliche und wunderbare Weise Gnaden erwiesen hat. Aus dem Jahr 1683 wird berichtet, dass es dem gelähmten Freiherrn Friedrich von Frankenstein im Beisein vieler hundert Personen gelang, die Marienkapelle, in die er mühsam und voller Schmerzen hineingetragen wurde, wieder aufrecht und ohne Krücken zu verlassen - diese hatte er zuvor am Altar niedergelegt. Gegenüber der Kirche, auf dem Gelände einer ehemaligen Klosteranlage, befindet sich noch heute die Justizvollzugsanstalt Dieburg, in der etwa 270 Häftlinge im geschlossenen Vollzug Strafen von bis zu 24 Monaten absitzen. Dieburg verdankt seine Entstehung den Römern und war Verkehrsknotenpunkt (Hohe Straße) und Verwaltungssitz. Mit der 2011 eröffneten Römerhalle als Tagungsstätte wird an diese Zeit erinnert. In der Zuckerstraße, heute Fußgängerzone und Haupteinkaufsmeile, pulsiert städtisches Leben. Zwischen Gersprenz und Fechenbacher Schlosss sind noch Zeichen einer mittelalterlichen Wasserburg sichtbar: das Albini-Schloss, Reste der alten Stadtmauer sowie Türme der ehemaligen Stadtbefestigung. Schloss Fechenbach, ein früherer Adelshof und Barockschlösschen der Freiherren von Ulner, wird heute als Museum benutzt. Wir sehen, Dieburg hat viele Traditionen: religiöse, antike und schließlich folkloristische. Seit 1508 findet die berühmte Dieburger Fastnacht mit einem großen Umzug am Fastnachtsdienstag statt. Dieser muss sich nicht hinter dem Mainzer Rosenmontagszug verstecken! Daran wird das ganze Jahr über in der Stadtmitte durch den Fastnachtsbrunnen mit dem Bajazz und seiner Laterne erinnert. Die Stadtbesichtigung endete mit einer gemütlichen Kaffeerunde im Freien auf dem Dieburger Marktplatz.

 


 

11. September 2018

 

Wanderbares Frankfurt

OWK Nieder-Ramstadt erwanderte eine weitere Strecke von Frankfurts Grüngürtel

 

Auch in diesem Jahr stand für den Odenwaldklub Nieder-Ramstadt eine Streckenwanderung um Frankfurts Grüngürtel auf dem Programm. Ab U-Bahnstation Frankfurt Römerstadt, dem Endpunkt unserer letztjährigen Tour, erreichte man bald den Volkspark Niddatal. Ausgedehnte Wiesen, Gehölze und Feuchtbiotope vermitteln den Eindruck naturnaher Landschaft und wechseln sich mit Spiel- und Sportplätzen ab. Blauer Himmel und Sonnenschein ließen die buntgefärbten Bäume in der Nidda widerspiegeln. Auf gekiestem flachen Weg führte der Weg entlang des Flusses Richtung Höchst. Unterwegs konnte reichlich Herbststimmung eingefangen und viele Graureiher, Enten, Gänse und auch drollige Nutrias bestaunt werden. Der sich anschließende Brentanopark war dann schnell durchschritten und nach Überqueren einer Straße befand man sich schon im Solmspark. Eine Vesperpause mit Süßigkeiten und Getränken wurde am Modell des ehemaligen Rödelheimer Schlosses eingelegt. Gut gestärkt wanderten wir weiter und erreichten bald die alte Niddabrücke aus Sandstein, die direkt in den Stadtteil Höchst führt. Hier mündet die Nidda in den Main. Durch das Maintor gingen wir hinauf auf den Schlossplatz und kehrten zur wohlverdienten Mittagspause in der Alten Zollwache ein. Dank des warmen Wetters konnte man die Rast sogar im Freien genießen. Der anschließende Weg zum Höchster Bahnhof führte durch einen Teil der Höchster Altstadt mit wunderbar restaurierten Fachwerkhäusern. Dieser herbstliche Wandertag wurde von den 18 Wanderfreunden sehr genossen. Nachdem die Teilnehmer der Wanderführung für die Ausarbeitung dieser Tour gedankt hatten, wurde mit dem Zug die Heimreise nach Mühltal angetreten. Alle freuen sich schon heute auf die Fortsetzung dieser Wanderung im kommenden Jahr 2019!